Anbetung – Liebe und Zorn

Das Wort „Anbetung“ findet sich in den verschiedenen Bibelübersetzungen sehr unterschiedlich. In der Menge-Bibel findet man die Anbetung dreizehn Mal, hingegen taucht die Anbetung in der Elberfelder nur einmal auf.

Der Grund dafür liegt in der Anbetung selbst, weil die antiken Hebräer eine deutlich andere Geisteshaltung zu Begriffen wie diesen hatten. Das Gleiche gilt auch für andere Begriffe, wie Wahrheit, Furcht und einige andere Ausdrücke.

Durch die sogenannte „Aufklärung“ haben sich derartige Begriffe derart verwandelt, sodass der moderne Mensch die ursprüngliche Bedeutung nur sehr schwer begreifen kann.

Um diesen Sachverhalt zu verstehen, müssen wir zuerst unsere heutige Art von Anbetung wieder erforschen. Dazu ist dieser Vortrag von Daniele Ganser sehr gut geeignet.

Vortrag von Daniele Ganser: Propaganda

Daniele Ganser ist ein Historiker, darum auch kein Experte für theologische Begriffe wie „Anbetung“. Wir finden den Weg zur biblischen Bedeutung trotzdem durch seine Analyse, weil er uns die heutige Form der „Anbetung“ vor Augen führt, obwohl er es völlig anders bezeichnet. Auch seine Aufforderung zur „AUFMERKSAMKEIT“ nach innen ist hervorragend.

Der Mensch des beginnenden 21. Jahrhunderts hat Zugang zu einer immensen Informationsfülle, trotzdem befindet er sich in einer Art Schlafzustand. Oder anders ausgedrückt, der moderne Mensch schläft in einer Täuschungswelt, weil er mit jeder Menge Information überschüttet wird.

Kontrolliere selbst, was du anbetest

Oder anders ausgedrückt:

Glaub nicht alles, was du denkst.

Daniele Ganser

Hat man einmal begriffen, dass unser heutiges Leben ein fast ständiges Anbeten des gefallenen Engels Lucifer ist, dann kann man erste Schritte setzen, dies zu ändern.

Die älteste Form des Lernens und Betens ist die ständige Wiederholung. Das hat sich niemals geändert. Und es ist auch die einfachste Art zur Befreiung.

Liebe und Zorn

Auch diese beiden Begriffe sind heute ziemlich weit vom biblischen Verständnis entfernt. Obwohl die Liebe mehr und mehr in den Herzen der Menschen Einzug hält, ist die göttliche Reinheit dieser Liebe eine wohltuende Seltenheit.

Der Zorn wird jedoch immer noch völlig falsch verstanden. Für die meisten Menschen ist der Zorn nur ein anderes Wort für Wut. Es ist daher von entscheidender Bedeutung den Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen zu erkennen.

Genau wie man die Liebe von rührseliger Volkstümelei und/oder überbordender Lust und Genußsucht befreien muss, so muss man auch den Zorn von der Wut trennen. Erst dadurch wird auch Gerechtigkeit entstehen. Am besten man definiert es für sich persönlich folgendermassen:

Wut ist Ausdruck der Seele.

Zorn ist Ausdruck des Geistes.

Für die Trennung ist es notwendig, vom Standpunkt des bewußten Geistes aus, die Seele zu beobachten (Siehe Daniele Ganser). Auf keinen Fall darf man dabei eine beobachtete Wut oder andere Emotionen verdrängen. Im Gegenteil, man sollte sich tiefer in diese Empfindung hineinbegeben, ohne jedoch den geistigen Standort zu verlieren. Langsam wird man dadurch ein geistiges Wesen, welches Herr über seine Seele ist.

Zu beachten ist dabei folgendes:

  • Sowohl die Reinigung der Liebe, als auch die Reinigung des Zorns, sollte möglichst parallel verlaufen. Dieses Verhältnis sollte man nicht aus den Augen verlieren.
  • Fremde Gedanken sind noch lange kein Teil des eigenen Geistes. Anfangs sind es verstandene oder auch nicht verstandene Aussagen von anderen Menschen. Daraus werden vielleicht Überzeugungen. Das ist immer noch nicht der eigene Geist. Erst durch die eigene Wahrnehmung und Erfahrung können solche Gedanken den eigenen Geist verändern. Zumeist verstellen fremde Gedanken nur den eigenen Geist. Darum die deutschen Worte „Verstellung“ und auch „Vorstellung“.
  • All dies braucht Zeit, so wie eine Pflanze Zeit braucht um zu wachsen. Nur mit der Hilfe Gottes kann ein Mensch das Endziel erreichen.

Nächste Seite: Messias