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Das Humane Geld benötigt eine neue Gesellschaftsform, damit die breite Bevölkerung wirkliche Werte sparen kann. Außerdem stellt die SAG langfristig das Primat der Politik wieder her.
SAG
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Die SAG ist der Aktiengesellschaft ähnlich, jedoch mit einigen gravierenden Unterschieden. Folgende Regeln gelten für die SAG:

Aufsichtsrat
  • Stimmrecht haben nur natürliche Personen, institutionelle Anteile haben keine Stimme bei der Wahl des Aufsichtsrates. Anteile in institutionellem Besitz erhalten zwar die volle Dividende, haben jedoch kein Stimmrecht.
  • Personen haben ab einem Besitz von Anteilen im Wert von 600%median ein aktives und passives Stimmrecht.
  • Jeder Wahlberechtigte hat nur eine Stimme, unabhängig von der Anzahl der Anteile. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar.
  • Vom passivem Wahlrecht werden Personen mit Unvereinbarkeiten zum Firmeninteresse ausgeschlossen.
  • Die Wahl des Aufsichtsrates findet jährlich statt.
  • Jeder Sitzung des Aufsichtsrates wohnt ein staatliches Kontroll- und Beratungsorgan bei.

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Börse
  • Anteile werden nur über die staatliche Börse ver- oder gekauft. Nur durch Erbschaft erfolgt ein Besitzwechsel ohne Börse.
  • Die Aufsicht der Börse kann den aktuellen Kurs deckeln. Dadurch kann sie verhindern, dass der Kurs zu weit über den realen Wert des Firmenanteiles steigt.
  • An der SAG-Börse gibt es Kaufprioritäten.
  • Befinden sich 20% oder mehr der Anteile in stimmberechtigtem Privatbesitz gelten folgende Prioritäten:
    • Bei gleichem Kauflimit wird eine natürliche Person vor einer juristischen Person gereiht. Desweiteren werden Käufer mit Wohnsitz in der Volkswirtschaft vor anderen gereiht. Als dritte Priorität hat ein Käufer mit Vorbesitz von mehr Anteilen, gegenüber einem Käufer mit Vorbesitz von weniger Anteilen das Nachsehen.
  • Befinden sich weniger als 20% der Anteile in stimmberechtigtem Privatbesitz gelten folgende Prioritäten:
    • Bei gleichem Kauflimit hat ein nicht stimmberechtigter Käufer von Anteilen im Wert von über 600%median die erste Priorität. Danach kommen jene, welche im Besitz von stimmberechtigten Anteilen sind. Die dritte Priorität ist der Wohnsitz in der Volkswirtschaft. Institutionelle Kauforder werden nicht angenommen.
  • Alle hinterlegten Kauf- oder Verkaufsorder werden veröffentlicht. Die SAG-Börse ist völlig transparent.
  • Jeder Kauf- oder Verkauf wird erst nach einer 24stündigen Wartezeit abgeschlossen, so können Interessenten ihr Angebot verbessern (Ausnahme bei gedeckeltem Preis). Die SAG-Börse ist eine entschleunigte Börse.

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Sonstiges
  • Der Vorstand hat keinerlei Befugnisse über Firmenanteile, sie dürfen auch kein Lohnbestandteil von Mitarbeitern sein.
  • Die SAG bezahlt weder Körperschaftssteuer noch Gewerbesteuern. Auch der Gewinn des Unternehmens wird nicht besteuert. Damit wird sie attraktiv für Unternehmen. Steuerpflichtig sind nur die Angestellten über die Löhne und die Anteilseigner über die Dividenden, beides unterliegt der Einkommensteuerpflicht.
  • Die SAG benutzt ein neues Rechnungswesen. Die doppelte Buchführung wird durch ein modernes System ersetzt. Anlagevermögen haben immer den tatsächlichen Marktwert.
  • Eine SAG darf weder Schenkungen(Spenden) auszahlen, noch darf sie welche annehmen.
  • Eine SAG darf nur sehr beschränkt externe Beratung in Anspruch nehmen. Dies gilt besonders für die „Beratungen“ durch Lobbyisten.
  • Werbeausgaben müssen nachweislich dem Verkauf dienen.
  • Es gibt keine Gehälter oder Abfindungen für Aufsichtsräte. Spesen werden nur mit staatlichen Pauschalsätzen von der Firma abgegolten.
  • Für Gehälter der Vorstandsmitglieder oder Kapitalerhöhungen durch Neuemmission von Anteilen ist ausschließlich der Aufsichtsrat zuständig.

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In der Praxis werden Vorstände, die hohe Dividenden ausschütten, auch in den Aufsichtsrat gewählt. Oder umgekehrt, andere, die wenig Dividende erwirtschaften, werden schnell entfernt.

Einzelunternehmen, Vereine, Genossenschaften, etc., werden ab einer gewissen Umsatzhöhe automatisch zur SAG. Die Regeln gelten jedoch erst, wenn Anteile gehandelt werden. Das können auch Neuemissionen zur Kapitalerhöhung sein. Gemeinnützige Gesellschaften, meist Vereine, werden zur gemeinnützigen SAG. Diese Sonderform wandelt sich automatisch in eine normale SAG, wenn Gewinn erwirtschaftet wird, und auch wieder zurück.

Die SAG-Börse unterstützt auch Neugründungen, indem sie schon vor der Gründung Anteile verkauft und die Gründung begleitet. Der Gründer benötigt ein Mindestkapital von 600%median. Findet eine Geschäftsidee zuwenig Käufer, um den geplanten Kapitalbedarf zu decken, entsteht keine Gründung und die Börse refundiert die Investitionen wieder.

Sollte man nicht besser das Aktienrecht den SAG-Regeln anpassen?
Als Endziel wäre das die richtige Lösung. Es bedarf jedoch einer Übergangszeit, welche durch die SAG geschaffen wird.
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Warum sollte da jemand den Job als Aufsichtsrat übernehmen?
Weil er einer der Besitzer der Firma ist.
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Wozu das staatliche Organ bei den Sitzungen?
Das staatliche Organ ist ein Beamter des Wirtschaftsministeriums. Er berät den Aufsichtsrat und sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Er hat natürlich kein Stimmrecht und unterliegt der Schweigepflicht.
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Wird es die Ges.m.b.H und andere Gesellschaftsformen weiter geben?
Ja, die Umwandlung zur SAG ist eine freie Entscheidung. Die Politik sollte dies jedoch fördern. Das kann auch durch eine Erhöhung der Körperschaftssteuer geschehen.
Besonders zu beachten ist, dass die derzeitige Praxis der Besteuerung von Gewinnentnahmen im HGS anders ist. Egal ob es sich um eine Stiftung, eine Genossenschaft, eine Ges.m.b.H. oder sonstige Gesellschaft handelt: auch Einkommen aus Gewinnentnahmen unterliegen der Einkommensteuerpflicht. Bisher gab es meist 25% Kapitalertragsteuer und 25% Körperschaftsteuer. Im HGS fällt die Kest weg und die Einkommensteuerpflicht kommt dazu.
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Warum die doppelte Buchführung? Sie ist doch modern und bewährt.
Sie ist weder modern noch bewährt sie sich in unserer modernen Zeit.
Die doppelte Buchführung stammt aus dem Mittelalter, sie wurde von venezianischen Kaufleuten erfunden. Sie ist völlig veraltet für unser Computerzeitalter. Moderne Systeme brauchen weder Prüfer noch Buchhalter, sie sind transparent und automatisiert.

Aber es gibt doch die Berufe. Werden die alle arbeitslos?
Nein das HG ist ja ein behutsames System, die AG, GmbH, usw. bleiben ja. Dort werden diese Leute weiter benötigt.
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Was bedeutet 600%median?
Das ist sechs Mal das mediane Monatseinkommen der betreffenden Volkswirtschaft. Um auf Dauer das Wahlrecht zum Aufsichtsrat zu besitzen, sollte man etwas mehr als 600%median besitzen, denn dieser Wert unterliegt einer gewissen Schwankungsbreite.
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Wie wird der SAG-Kurs festgelegt?
Der aktuelle Kurs eines SAG-Anteils wird durch die zuletzt durchgeführte Transaktion festgelegt. Egal, ob Kauf oder Verkauf, der Preis wird zum aktuellen Kurs.
Wird es SAG-Wertpapiere auch am internationalen Finanzmarkt geben?
SAG-Anteile nicht. Diese werden nur an der staatlichen Börse gehandelt.
Die Derivate-Abteilungen in den Finanzzentren werden sich jedoch sicherlich Methoden einfallen lassen, um auch auf diese Werte Wetten anzubieten. Das schadet jedoch den SAG-Werten nicht.
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Einen weiteren Reformschritt stellt die variable Normarbeitszeit dar. Es gibt zwar keine Besteuerung von Überstunden mehr, das Verändern der Normarbeitszeit verändert jedoch den Mindeststundenlohn. Das hat beträchtliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, darum stellt diese Möglichkeit eine wichtige Einstellschraube für die Wirtschaftspolitik dar.

Für den Staat hat die Normarbeitszeit keine weitere Bedeutung. Im humanen Geldsystem ist das Verändern der Normarbeitszeit keine ideologische Errungenschaft. Sie wird sowohl gesenkt, als auch erhöht, je nach volkswirtschaftlicher Notwendigkeit.

Damit wird sowohl der monatliche Mindestlohn als auch der Mindestlohn pro Stunde klar von der Politik vorgegeben. Alle anderen arbeitsrechtlichen Vereinbarungen sind ausschließlich Sache der Sozialpartner.

Könnte Griechenland das Humane Geld einführen?
Einer der Vorzüge des Humanen Geldsystems ist es, trotz gleicher Währung Auf- oder Abzuwerten.

Griechenland hat jedoch 15 Jahre lang seine Löhne und Preise durch die Aufnahme von Staatsschulden erhöht, ohne dabei die Wirtschaftskraft zu steigern.

Nun sind die Löhne und Preise um mehr als 50% zu hoch. Im Vergleich zu den starken Volkswirtschaften in der EU müßte Griechenland deshalb um mehr als 50% abwerten.

Diesen Sprung schafft auch das Humane System nur mit zusätzlichen Maßnahmen. Deshalb wäre die vorübergehende Wiedereinführung der alten Währung auch ein denkbarer Weg, weil man dabei keine zusätzlichen Maßnahmen benötigt.

Wie sinken die Löhne und Preise, wenn der EURO bleiben würde?
Ohne Umstellung auf das humane System:
Macht Griechenland so weiter wie bisher, geht eine ganze Generation verloren. Die Armut frißt sich langsam von der Unterschicht bis weit in die Mittelschicht. Ein Prozess, der 20 Jahre andauert.

Mit Umstellung auf das humane System:
Bereits jetzt gibt es in Griechenland einen großen Niedriglohnsektor. Dieser ist niedriger als die spätere Basiskaufkraft sein wird. Diese Schicht der Bevölkerung würde sofort mit der Umstellung besser verdienen.

Die anderen Löhne sind meist Angestellte in staatlichen oder halbstaatlichen Betrieben, Beamte und Pensionisten. Denen muss auch klar sein, dass mit der Umstellung eine relative Bindung ihres Gehaltes an das mediane Einkommen erfolgen muss. Dieser Schritt ist unabdingbar. Dieser Gruppe müßte schon im Vorfeld die Reduzierung der Gehälter und Pensionen erklärt werden. Etwa ein Jahr lang werden die Einkommen dieser Gruppe sinken, bevor sie sich stabilisieren.

Auch mit der Drachme wäre die Wirkung die selbe, sie würde dann nur automatisch, durch die Abwertung der Währung, erfolgen.

Die größten Einbussen würden im humanen Geldsysten jedoch nicht die Lohnbezieher haben, sondern die vermögende Oberschicht.

Wie wäre der Ablauf?
1. Aufklärung der Bevölkerung.
2. Volksabstimmung Umstellung ja/nein und Euro ja/nein.
3. Aufstockung der Athener Fakultäten für Volkswirtschaft und Informatik. Man braucht Leute aus der ganzen EU, um das Projekt umzusetzen. Vor allem im Imformatiksektor sollte man Hilfen aus Schweden, Dänemark, Schweiz oder auch Österreich ins Land holen. Die Hilfen aus dem Bereich Wirtschaftswissenschaft ersetzen die heutige Troika, welche dem griechischen Volk nur Schaden zugefügt hat.
Wichtig dabei: Die Verträge für dieses Hilfspersonal und auch deren Aufgaben müssen transparent sein. Der griechische Hang zur Korruption muss durch diese Leute stark reduziert werden. Sie bilden auch die neue Vertrauensbrücke in die EU.
4. Parlamentsbeschluss zur Einführung der SAG und Reform des Steuersystems, sowie Umstellung aller staatlichen Gehälter auf einen Prozentwert relativ zum medianen Einkommen. Die Gehälter der Parlamentsabgeordneten sollte man genau auf 100%median einfrieren, dann würden diese Leute für die weitere Zukunft immer genau aus der Mitte der Gesellschaft kommen.
5. Vorbereitung der Verwaltung. Aufbau der Strukturen, besonders im Finanzministerium. Die Universität vernetzt sich eng mit dem Finanzministerium.
6. Kündigung einiger Verträge mit der EU. Verhandlungen über künftige Verträge. Die Staatsschulden müssen ebenfalls relativ zum Median sinken, was einem relativen Schuldenschnitt gleichkommt. Dies ist unbedingt notwendig. Scheitern diese Verhandlungen, so führt man einen totalen Schuldenschnitt(Konkurs) durch.
7. Parlamentsbeschluss zur Einführung des neuen Geld- und Währungssystems.
8. Umwandlung aller Betriebe mit staatlicher Beteiligung in eine SAG. Verkauf der staatlichen Anteile über die Börse des Finanzministeriums.
9. Umstellung des Bankwesens.
10. Verstaatlichung gefährdeter Banken. Umwandlung in eine SAG, sowie der spätere Verkauf der Anteile.
11. Aktivierung der Regeln des Humanen Geldes.
12. Auflösung der Sozialversicherungen und Eingliederung ins Finanz- und Gesundheitsministerium.
13. Dauerhafte Anpassung an den EURO. Das gilt auch für die eventuelle Drachme. Im humanen Geldsystem ist es egal, wie die Währung heißt.
14. Eine echte Energiewende: Parlamentsbeschluss zur fossilen Energie. Ab 2020 Verkaufsverbot von Maschinen im Endverbrauch, die fossile Energie verbrennen, egal ob zu Heizzwecken oder als Verkehrsmittel. Ab 2030 Betriebsverbot solcher Maschinen (Ausnahme nostalgische Zwecke). Auch elektrischer Strom für den Endverbraucher kommt dann zu 100% aus Sonnenenergie.
15. Parlamentsbeschluss Sonnenenergie. Förderung von Investitionen in Photovoltaik: 20 Jahre lang werden Panelle gefördert, die in Griechenland erzeugt wurden. Anfangs zu 100%, abnehmend bis die Förderung nach 20 Jahren ausläuft. Förderung von Lithiumbatterien in Fahrzeugen: Der Staat kauft diese Batterien anfangs zu 100%, sie bleiben im Besitz von anfangs 5 staatlichen Betrieben, die diese Batterien herstellen und wiederverwerten. Auch diese Förderung nimmt im Laufe der Jahre ab. Diese Großbetriebe werden nach spätestens 10 Jahren privatisiert (SAG). Dann ist die Förderung etwa bei 50%.
16. Parlamentsbeschluss Wasser. In diesem Bereich werden noch mehr staatliche Betriebe gegründet, die Süßwasser mittels Sonnenenergie aus Meerwasser erzeugen. Förderung und Privatisierung läuft ähnlich wie im Batteriebereich.

Durch die letzten Parlamentsbeschlüsse wird Griechenland seine Wirtschaftskraft in wenigen Jahren an die des Nordens von Europa anpassen. Und mehr noch, Griechenland könnte nach 10 Jahren die Führungsrolle übernehmen.

Was bedeutet „Prozentwert relativ zum medianen Einkommen“?
Im humanen Geldsystem wird das mediane Einkommen monatlich sehr genau ermittelt. Auch heute werden die medianen Einkommen errechnet. Es gibt dazu jährliche Statistiken.

Man nimmt am besten des mediane Nettoeinkommen aus dem Jahre 2007 und errechnet die prozentuelle Abweichung eines Nettogehaltes von 2007. Wenn zum Beispiel das Gehalt eines höheren Bediensteten des Magistrates von Athen aus dem Jahr 2007 doppelt so hoch als das damalige mediane Einkommen war, dann wäre sein künftiges Einkommen 200%median. Das Jahr 2007 wird deshalb herangezogen, weil damals die Welt in Griechenland noch halbwegs in Ordnung war.

Nach der Umstellung auf das humane System erhält jeder Bedienstete und Pensionist ein Gehalt, relativ zum medianen Einkommen. Unser Beispielbediensteter bekommt weiterhin immer 200%median, egal wie sich das mediane Einkommen entwickelt hat und weiter entwickelt.

Das ist die wichtigste begleitende Massnahme, wenn man den EURO als Währung beibehält.

Warum sind keine deutschen Experten dabei?
Auch deutsche Wissenschaftler können natürlich dabei sein. Man sollte jedoch vorsichtig sein. Nach den Briten ist Deutschland eines der Länder, das vorwiegend von der Finanzindustrie regiert wird.
Die erwähnten Privatisierungen gefallen mir gar nicht.
Dies hat zwei Gründe:
1. Das humane Geldsystem braucht möglichst viele SAG’s, damit die breite Bevölkerung sparen kann.
2. Die große Stärke der Marktwirtschaft ist die Selektion. Schlecht wirtschaftende Betriebswirte können wegen der Konkurrenz nicht bestehen. Darum sollte man überall, wo es geht, diesem Prinzip folgen.

Dabei werden jedoch oft grundlegende Fehler gemacht. Der Hauptfehler ist ein ganz einfacher. Wenn es keine Konkurrenz gibt, oder wenn diese nicht sinnvoll ist, gilt diese Stärke der Marktwirtschaft nichts. Es gibt genügend Beispiele dafür: Das Stromnetz, das Bahnnetz, das Telefonnetz, das Gasnetz, das Wasserversorgungsnetz, das Postwesen, usw. usw.

Dabei muss man natürlich differenzieren. Der Strom selbst kann von Betriebswirten unter Konkurrenzbedingungen verkauft werden. Beim Netz geht das nicht. Gleiches gilt für Wasser, Müll, Gas, Telefon. Post- und Paketdienste sind nur teilweise sinnvoll unter Konkurrenzbedingungen zu betreiben. Das gleiche gilt für den Mobilfunk. Sinnvoll wäre hier eine Trennung. Die vielen Funkanlagen der Mobilfunkbetreiber sind nur durch immense Kosten zu finanzieren. Das Nutzen dieser Technologien wäre viel günstiger, wenn sinnvoll getrennt würde. Das gilt auch für die anderen genannten Bereiche.

Man braucht jedoch auch bei staatlich, verwalteten Betrieben ein System zur Optimierung. Dies erreicht man durch Vergleichbarkeit. Man schafft vergleichbare Betriebe in den einzelnen Verwaltungseinheiten. Beamte, die am kostengünstigsten verwalten, werden wieder gewählt. Andere werden nicht mehr gewählt oder schon vorzeitig abberufen, wenn es Mißstände gibt.

Das wichtigste ist jedoch, die meisten Arbeiten in solchen Betrieben an private Firmen auszulagern, denn das meiste kann wieder von konkurrierenden Firmen erledigt werden. Nur die Zentrale muss in staatlicher oder kommunaler Hand sein.

Die Knappheit des Wassers wird ja das größte Problem der Zukunft.
Voraussetzung für den Weg der Menschheit von der Konkurrenzgesellschaft in die Kooperationsgesellschaft ist das Beenden der Knappheit. Knappheiten dienen seit jeher dem Machterhalt von Oligarchien. Der Mensch ist längst in der Lage, alle Knappheiten zu beseitigen. Angebot und Nachfrage zur Preisbestimmung ist in einer Kooperationsgesellschaft nicht mehr relevant. Auch heute werden schon fast alle Produktpreise allein durch die Produktionskosten bestimmt. Weder Wasser, noch Energie sind in Wahrheit knappe Produkte. Die Sonne liefert einen derartigen Überfluss an Energie, dass Knappheit in Wahrheit völlig lächerlich ist. Das gleiche gilt für Wasser, unser Planet besteht zum größten Teil aus Wasser.
Aber Lithium ist doch auch ein knapper Rohstoff, oder?
Die Lithiumbatterien sind nur die heutige Technologie zum Speichern von Energie in mobilen Maschinen. Die Zukunft der Energiespeicherung liegt im Wasserstoff, der ist ebenso unbegrenzt, wie Wasser. Jede Art von Knappheit ist im Endeffekt nur populistische Propaganda. Die Menschheit braucht natürlich eine Weile um dies zu begreifen.
Was ist mit den Staatsschulden Griechenlands?
Relativ zur Verringerung der Geldmenge müssen auch die Staatsschulden sinken. Die Gläubiger werden schätzungsweise 20% bis 30% erhalten, allerdings wieder auf längere Zeit aufgeteilt.
Läßt sich keine Einigung mit den Gläubigern erzielen, ist auch ein totaler Konkurs denkbar. Dies passiert auch, wenn Griechenland nicht umstellt.

Was würde das die anderen Euroländer kosten?
Es kostet die anderen Euroländer genau das, was sie an Haftungen eingegangen sind. Das ist bereits sicher, egal wie die Entwicklung weitergeht.

Österreich hat damit einen künftigen Verlust von mindestens 5 Milliarden EURO. Ein Konkurs würde derzeit 8 Milliarden EURO bedeuten. Dies sind jedoch nur die unmittelbaren Verluste. Das meiste wird durch geringere Löhne bezahlt, denn die EZB drückt mit ihrer Geldpolitik die Löhne des gesamten EURO-Raumes, um die Krisenländer zu stützen.

Wie wäre das Lohnniveau in Österreich ohne den EURO?
So ähnlich wie in Dänemark, Schweden oder Schweiz.
Und wenn keine Einigung mit der EU zustande kommt?
Es geht auch dann. Dies käme einer Sanktion durch die EU gleich. Das würde ein weiteres Jahr kosten, denn durch den Konkurs und wahrscheinlichen Boykottmaßnahmen, würde die Geldmenge noch geringer werden. Dann wird jedoch das Ergebnis das gleiche sein. Griechenland würde zwar kurzzeitig vom Handel abgeschnitten, dies könnte jedoch nicht lange anhalten, denn durch die Konkurrenz anderer Staaten wird eine derartige Verweigerung bald zerbrechen.
Außerdem könnte sich Griechenland in diesem Fall völlig entschulden. Es wäre ein Konkurs, ohne wenn und aber. Der Neustart würde zwar verzögert, danach würde die Wirtschaft jedoch umso schneller wachsen.

Die größte Gefahr wäre in diesem Fall die Beeinflussung der Bevölkerung durch Teile der griechischen Oberschicht und der „Experten“ der EU. Diese würden noch mehr Angst schüren.

In Wahrheit ist dies jedoch nur eine Verlagerung der Angst. Angst brauchen nur die genannten Gruppen haben. Es ist die Angst vor Vermögensverlusten.

Warum behaupten viele Experten etwas anderes?
Aus zwei Gründen behauptet ein Volkswirt etwas anderes:
1. Er arbeitet für eine Institution, deren Interessen er zu vertreten hat. Er würde seinen Job verlieren, wenn er die Wahrheit sagen würde.
2. Es gibt auch unter den vielen Volkswirten inzwischen welche, die das Wesen der Volkswirtschaft nicht mehr verstehen. Es gibt heutzutage derart viele „Wissensfallen“, sodass man nicht unbedingt von Dummheit sprechen muss. Solche Volkswirte sind zumeist sehr intelligent, sie werden jedoch in die Irre geführt.
Wie würde ein solches Szenario in der Realität ablaufen?
Hier in Deutschland würden wir zuerst in den Nachrichten davon erfahren. Sowas passiert zumeist an einem Freitag. Dann hat man das ganze Wochenende Zeit die Wogen zu glätten, bevor die Banken wieder öffnen.
Folgendes Szenario erlaubt sich die Annahme, dass der österreichische Professor Van der Bellen zu den rebellischen Volkswirten wechselt.
Dargestellt wird die Tagesschau am 1. April 2015. Dieser Aprilscherz könnte durchaus auch in der Realität so ablaufen.

Der aufmerksame Leser wird nach Ansicht dieses Videos bemerken, dass es sich hier um keine Vollgeldreform handelt. Was in diesem Aprilscherz gezeigt wird ist eine 100% Mindestreserve – Lösung. Dieses Konzept gibt es seit dem Jahr 1930 und sollte besser nicht angewandt werden, denn Geld braucht nicht durch Geld gedeckt sein.
Eine echte Vollgeldreform braucht weder einen Militäreinsatz, noch gehen die Banken pleite.
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