Erfahrungsbericht VW e-up

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Das ist mein VW e-up mit 20.000km am Tacho.

Kaufdatum:Dezember 2014
Sonderausstattung:Panoramadach und Soundsystem
Motor:IMG_20160724_135542
Kaufpreis:26.720€
Finanzierung:0% Kredit auf 10 Jahre 222,67€ monatlich
Vollkasko + Steuer:49,66€ monatlich
Tanken:Bis 30.Juni 2017 kostenlos (VW zahlt die Monatsgebühr). Danach 14,90€ monatlich.
Mit CSS ist mein e-up meist in 10 bis 20 min geladen.
Reichweite (real):Modus Eco+: 140km
Modus Eco: Je nach Bedarf von Heizung oder Klima. Im Schnitt 110km. Auf der Autobahn bei 120Km/h etwa 80km.
Modus Normal: 100km bei bewußter Fahrweise.
Mit 130km/h auf der Autobahn ist jedoch nach 55km die Batterie leer.
CSS Tankstellen:In Österreich: Alle 60km - daher ausreichend um ganz Österreich zu befahren.
In Deutschland: Viel zu wenig. E-up nur für Stadt und Umland geeignet.
Zufriedenheit:Sehr zufrieden. Vor allem wegen der Kosten. Früher brauchte ich 200€- 300€/Monat allein für das Tanken.
Gesamtkosten/Monat (inkl.Tanken):Jetzt:272,33€
Später: 287,23€
Förderung:1.500€ bekam ich nach dem Kauf zusätzlich vom Land Oberösterreich .

Ich tanke fast nur mehr an den CSS-Ladestationen von smatrics, denn dort tanke ich kostenlos. Diese liefern Gleichstrom mit 50kW. Nur ganz selten stecke ich das Ladekabel zuhause an.

Mein e-up hatte bis jetzt noch keine Ausfälle. Es gab jedoch schon Ladeprobleme an CSS-Ladestationen. Bei Temperaturen unter -3° und über 30° kam es schon mehrmals zu verlängerten Ladezeiten. Das ist jedoch systembedingt und wird vielleicht bei neueren Modellen besser.

Ich fahre öfter die Strecke Wels-Wien, das sind etwa 200km. Dabei fahre ich im Durchschnitt 1,5 Stunden länger als mit einem Benziner. Ich kalkuliere jedoch immer 4 Stunden Fahrzeit, denn es kann durch andere Elektroautos zu Verzögerungen kommen. Der VW e-up ist also nichts für Leute, die keine Zeit haben.

Jetzt ist die beste Zeit, sich ein Elektroauto zu kaufen. In Österreich tankt man fast kostenlos. Das wird in ein paar Jahren wahrscheinlich vorbei sein.

Zum Abschluss noch ein Wort zur Ladeinfrastruktur:
Die deutsche Automobilindustrie verbaut in ihre Elektroautos nur einphasige Ladegeräte. Das ist auch sinnvoll, denn dreiphasige Geräte sind teurer und benötigen mehr Platz.

Die Politik hat dies jedoch völlig ignoriert. Überall findet man den Typ-2 Stecker, meist bis 22kW Wechselstrom. Deutsche Autos können jedoch nur 3,7kW nutzen. Dadurch ergeben sich Ladezeiten von 6 Stunden. Also völlig unbrauchbar. Soviel zu unseren Politikern mit ihren Anstrengungen zur Energiewende.

Auf Facebook wird bereits über diesen Beitrag diskutiert. Vor allem über den Typ-2 Stecker. Es herrscht leider eine große Unkenntnis darüber.

  • Unsere Typ-2 Ladestationen liefern Wechselstrom. Es handelt sich um ganz billige Anlagen. Fast nichts anderes als eine normale Kraftsromsteckdose mit 400 Volt.
  • Nur TESLA hat Ladestationen mit Typ-2 Stecker die Gleichstrom liefern. LadebuchsenLädt ein Tesla an einer anderen Ladestation, dann benutzt er nicht die Typ-2 Buchse, sondern den ChAdeMO mit einem Adapter, den er selbst dabei hat.
  • Die CSS-Buchse (Combo) ist eigentlich ein Typ-2 Stecker. Er hat unten aber zusätzlich zwei starke Kontakte, über die hohe Stromstärken fließen können. Der Typ-2 wird auch dort angesteckt.
  • Lädt ein Fahrzeug mit Wechselstrom (AC), dann muß das Ladegrät im Fahrzeug den Strom in Gleichstrom umwandeln.
  • Lädt ein Fahrzeug mit Gleichstrom(DC), dann kommuniziert der Lademanager im Fahrzeug lediglich mit der Ladesäule.
  • Nur CHAdeMO und Combo(CSS) liefern Gleichstrom(DC) bei Ladestationen von SMATRICS und ähnlicher Anbieter.
  • Die deutsche Automobilindustrie hat den Combo-Stecker deshalb entwickelt, weil er besser ist als der CHAdeMO.
  • Der Grund, warum man nur einphasige Ladegeräte in Fahrzeugen verbaut ist ein ganz einfacher. Man braucht diese nur, wenn man zuhause lädt. Denn da spielt die Zeit nur wenig Rolle. Ansonsten sollte man mit Gleichstrom laden. Dazu braucht man kein Ladegerät im Fahrzeug. Nur Ladesäulen, die auch was können. Teure Technik in die Ladesäulen, nicht in kurzlebige Fahrzeuge.

3 Gedanken zu „Erfahrungsbericht VW e-up“

  1. Ich finde es toll wie, dass du auch ein Mensch bist der für E-Mobilität einsteht! Ich bin auch sehr von der E-Mobilität überzeugt aber womit du dich herumärgerst macht das deutsche Auto unbrauchbar!
    Wels – Linz in 4 Stunden! Völlig unakzeptabel! Zu den Ladestationen: Warum sind die Politiker schuld wenn sie 22KW Ladestationen bauen! Schließlich ist auch Typ 2 überall gängig! Unsinnig finde ich eher die deutsche Automobilindustrie, die „Alibielektroautos“ baut, die nicht schnell geladen werden können. Damit schüren sie Ihre Position E-Mobilität als nicht alltagstauglich darzustellen! (Mit Verbrennern verdient man besser) Aber zum Glück gibt es andere Produzenten die mit Herz daran arbeiten alltagstaugliche Autos zu bauen. Diese werden auch immer günstiger!

    1. Danke für den Kommentar. Ich muss aber schon etwas richtigstellen.
      1. Ich schreibe Wels-Wien und nicht Wels-Linz
      2. Ich kalkuliere 4 Stunden, weil ich Zeit habe.
      3. Der e-up lädt sehr schnell. Ich könnte meist nach 10min wieder weiterfahren.
      4. Die Überlegung der deutschen Autoindustrie macht schon auch Sinn. Man kann das so oder so sehen. Eigentlich ist es besser, teure Technik in langlebige Ladestationen zu installieren anstatt in kurzlebige Autos.
      5. Die Typ-2 Stecker sind deshalb überall, weil es fast das gleiche ist, wie eine normale Kraftsromsteckdose mit 400Volt Wechselstrom. Man will eben kein Geld ausgeben. Zum Beispiel rühmt sich unser grüner Landesrat Anschober in Oberösterreich er hätte etwas für die Energiewende getan, weil jetzt vor fast jedem Gemeindeamt so ein Typ-2 Stecker ist. Die so gut wie nicht benutzt werden. Das ist Steuergeldverschwendung.

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